Einfaches Beispiel
Packung A kostet 1,79 € für 500 g. Grundpreis: 1,79 ÷ 0,5 = 3,58 €/kg. Packung B kostet 2,49 € für 750 g. Grundpreis: 2,49 ÷ 0,75 = 3,32 €/kg. B ist trotz höherem Packungspreis günstiger pro Kilogramm.
Wann der Grundpreis nicht reicht
Die größere Packung ist nur günstiger, wenn du sie vollständig verbrauchst. Wenn die Hälfte verdirbt, steigt der effektive Preis pro verzehrter Menge. Deshalb gehören Grundpreis und realistische Nutzung zusammen.
Fünf typische Fallen
- unterschiedliche Einheiten (100 g vs. kg);
- Angebotspreis ohne Vergleich der Füllmenge;
- Multipacks mit kleinerer Einzelgröße;
- Qualitätsunterschiede, die den Vergleich sachlich verändern;
- Großpackungen, die im eigenen Haushalt nicht rechtzeitig verbraucht werden.
Baue eine kleine Preisanker-Liste
Notiere Grundpreise für 10–15 Produkte, die du jede Woche kaufst. Damit erkennst du echte Angebote, ohne jedes Regal komplett zu analysieren.
Mehr zur Preisentwicklung: Lebensmittelpreise 2026.
Einheiten zuerst vereinheitlichen
Vergleiche €/kg mit €/kg, €/l mit €/l oder €/100 g mit €/100 g. 0,42 € pro 100 g entsprechen 4,20 € pro kg. Ohne diese Umrechnung wirken unterschiedliche Packungen schnell günstiger oder teurer als sie sind.
Angebote gegen einen Preisanker prüfen
Ein Rabattetikett beweist keinen guten Kauf. Vergleiche den Angebotsgrundpreis mit deiner Preisanker-Liste. Gerade bei veränderten Füllmengen oder Multipacks kann eine Eigenmarke weiterhin günstiger sein.
Verbrauch gehört zur Rechnung
Eine Großpackung ist nur wirtschaftlich, wenn sie vollständig genutzt wird. Eine große Frischpackung mit einem Drittel Wegwurf kann effektiv teurer sein als eine kleinere Packung mit höherem Grundpreis.
Mini-Tabelle zum Umrechnen
| Auszeichnung | Entspricht |
|---|---|
| 0,35 €/100 g | 3,50 €/kg |
| 1,20 €/250 g | 4,80 €/kg |
| 0,89 €/500 g | 1,78 €/kg |
Bei Flüssigkeiten gilt dieselbe Logik mit Litern. Für Eier oder Stückware kann der Stückpreis zusätzlich sinnvoll sein, wenn Packungsgrößen unterschiedlich sind.
Preisanker regelmäßig, aber nicht täglich aktualisieren
Für den Alltag reicht eine monatliche oder gelegentliche Kontrolle deiner Kernprodukte. Zu häufiges Nachhalten kostet mehr Zeit als es Nutzen bringt. Aktualisiere vor allem dann, wenn Packungsgrößen geändert wurden oder du den Eindruck hast, dass ein Produkt dauerhaft teurer geworden ist.